Gründer

 

Der Verein für Ästhetik und angewandte Kulturtheorie wurde am 10. November 2014 von Gabriele Geml und Han-Gyeol Lie gegründet. Die Eröffnungsveranstaltung fand am 31. Jänner 2015 in der Wiener Klaviergalerie statt; im Zentrum des Eröffnungskonzerts stand Schuberts letzte Klaviersonate D 960.

© Miriam K. Trilety
© Miriam K. Trilety

GABRIELE GEML 

 

ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Universität Wien und arbeitet als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision selbständig in freier Praxis. Gemeinsam mit Han-Gyeol Lie  ist sie Gründerin und Vorstand von .akut - Verein für Ästhetik und angewandte Kulturtheorie.

 

In München geboren und aufgewachsen, studierte sie Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Nach Forschungsaufenthalten an der Universität Nizza (2002/03) und der Duke University, NC/USA (2004) war sie Stipendiatin des Graduiertenkollegs »Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung« an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main (2004-07). Sie arbeitete am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt als Lehrbeauftragte und als Universitätsassistentin (bei Prof. Werner Hamacher) (2007/08). In Wien war sie Junior Fellow am IFK – Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (2008-09), Universitätsassistentin am Institut für Philosophie (bei Prof. Violetta L. Waibel) (2009-13); in der Folge Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie und am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. 2015 wurde sie als Fellow in Residence des Kollegs Friedrich Nietzsche der Weimarer Klassik Stiftung nach Weimar eingeladen. Seit 2017 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich für Europäische Philosophie des Instituts für Philosophie der Universität Wien.

 

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der neueren Philosophie, in der Sprach- und Sozialphilosophie, in der Zeitthorie, in der Ästhetik und Musikphilosophie sowie in den Grenzgebieten von Philosophie und Literatur. Sie wurde im Fach Philosophie mit einer Arbeit zum Thema »Elemente einer Kritischen Theorie der Zeit im Werk Theodor W. Adornos« promoviert. Zu ihren letzten Veröffentlichungen gehört der gemeinsam mit Han-Gyeol Lie herausgegebene Band:

›Durchaus rhapsodisch‹. Theodor Wiesengrund Adorno: Das kompositorische Werk,  Stuttgart: Metzler 2017.

 

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigekit ist sie in psychotherapeutischer Praxis tätig. Im Rahmen ihrer Psychotherapieausbildung (Fachspezifikum bei der Österreichischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie - ÖGVT) absolvierte sie Praktika an einer Reihe von psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen; zuletzt an der Psychiatrischen Abteilung des Otto Wagner-Spitals in Wien und an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien.

 

 

 

HAN-GYEOL LIE 

 

ist Pianistin und Senior Lecturer für Klavier an der Kunstuniversität Graz. Gemeinsam mit Gabriele Geml  ist sie Gründerin und Vorstand von .akut - Verein für Ästhetik und angewandte Kulturtheorie.

 

In Marburg an der Lahn geboren, begann sie ihre pianistische Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover. Es folgten Zusammenarbeiten mit Klaus Hellwig (Universität der Künste Berlin), Anatol Ugorski (Hochschule für Musik Detmold) und Pierre-Laurent Aimard (Hochschule für Musik Köln). Ihre Debütkonzerte gab sie in der Berliner Philharmonie. Für ihre Studienzeit erhielt sie ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2008 übersiedelte sie auf Rat ihres Mentors Paul Badura-Skoda nach Wien und war dort an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Assistentin von Prof. Roswitha Heintze tätig (Hauptfach Klavier für Dirigenten). 

 

In den letzten Jahren gab sie Klavierabende in Rahmen wie der Serie The House Concert in Seoul, Südkorea, dem Thomas-Mann Festival in Nida/Litauen, dem Chopin Festival in der Kartause Gaming, in Montagalda/ Italien im Museo Veneto delle Campana und wirkte an der Uraufführung von Oskar Schlemmers Kompositionen im Museo Reina Sofia Madrid mit. Zudem ist sie als Kammermusikerin aktiv. Im Schönberg-Center in Mödling trat sie als Liedbegleiterin auf, gastierte als Klavierquartett mit Musikern des Solistenensemble Kaleidoskop in der Lysenko Hall der Philharmonie Kiev/Ukraine, spielte mit dem Ensemble für zeitgenössische Musik PHACE in Lunz am See und im Museumsquartier Wien im Rahmen von Wien Modern.

 

Ihre künstlerischen Aktivitäten sind begleitet durch wissenschaftliche und kulturelle Tätigkeiten. 2011/2012 leitete sie mit Gabriele Geml ein Seminar zu Theodor W. Adornos musiktheoretischen Schriften am Philosophischen Institut der Universität Wien. 2014 und 2015 hielt sie mehrere musiktheoretische Gastvorträge an der Litauischen Akademie für Musik und Theater in Vilnius (»Die Kontraktion der Zeit. 6 Variationen über das Prinzip der Durchführung« / »Bild des Bilderlosen. Darstellungen der absoluten Musik«).  2016 war sie als Künstlerin am Sandberg Institute/Department of Fine Arts in Amsterdam im Rahmen der Sandberg Series als Gastdozentin für Vorträge und Workshops eingeladen (Lecture: »Rabbit or duck, or - the enharmonic change« im Rahmen von »Vexierbilder. Ambiguous figures in music«). Gemeinsam mit Gabriele Geml ist sie Herausgeberin des Bandes:
›Durchaus rhapsodisch‹. Theodor Wiesengrund Adorno: Das kompositorische Werk,  Stuttgart: Metzler 2017.