Schubert im Spektrum der Tonarten – Konzertreihe im Wiener Volksliedwerk 2019 -2022

Eine Veranstaltung von .akut - Verein fuür Ästhetik und angewandte Kulturtheorie in Kooperation und Koproduktion mit dem Wiener Volksliedwerk

 

Der Verein für Ästhetik und angewandte Kulturtheorie ist mit einem Schubert-Programm zu Gast im Wiener Volksliedwerk.

Mit jeweils zwei Konzerten im Jahr folgt die Konzertreihe von 2019-2022 Schuberts späten Sonaten durch das Spektrum der Tonarten: Im Zentrum jedes Konzerts werden jeweils eine späte Klaviersonate von Schubert und damit zugleich eine bestimmte Tonart stehen, die in der Konstellation mit jüngeren und zeitgenössischen Kompositionen neu beleuchtet werden.

 

Die Tonarten von Schuberts Sonaten fungieren dabei als Wegweiser der Programme – denn so wie die Vorzeichen stehen, so steht es meist auch um die Stücke. Wieviele Kreuze oder bs eine Komposition notiert, gibt einen ersten Hinweis, ob die Musik eher leicht oder schwer von der Hand gehen wird – ob es eher ein Trauermarsch wird oder ein Wiegenlied.

Bei Schubert, dessen Musik ja für das plötzliche Umfärben, das plötzliche Kippen von Dur nach Moll und das exzessive Modulieren von einer Tonart zur anderen bekannt ist, leuchtet die Grundtonart jedenfalls zumindest aus weiter Ferne auf. In acht Konzerten sollen die Tonarten-Wanderungen von Schubert verfolgt werden, in Terzabwärts-Schritten, mit G-dur beginnend, hinunter bis zum C-dur.

 

Das Eröffnungskonzert ist der Tonart G-dur gewidmet. Wie sich diese als liedhaft und ländlich firmierende Tonart in Schuberts später Klaviersonate D 894 verwandelt und sich im 20. Jahrhundert – kurz vor den Weltkriegen, im Exil oder in den Resonanzen der zeitgenössischen Musik – verdüstert oder verklärt, wird man an diesem Abend erfahren können.

 

Mit dem Bockkeller des Wiener Volksliedwerks, der die Konzertreihe beherbergt, wurde für das Projekt ein Ort gefunden, dessen Lage am Wiener Stadtrand, zwischen dem Ottakringer Friedhof, einer Blumenhandlung und einem Gasthaus einen prädestinierten Rahmen bildet, um Schuberts Musik wieder 'schubertiadisch' werden zu lassen.